Über uns

Entstehung

Nach dem Sturz des damaligen Staatschefs Sihanouk im März 1970 bis zum 23.10.1991 (Konferenz von Paris über Kambodscha) war 20 Jahre lang Krieg in Kambodscha, zunächst unter der Herrschaft Lon Nols, dann der Roten Khmer, und zuletzt der vietnamesischen Soldaten.

Am 26.07.1992 konnte ich mit der Unterstützung des alten und neuen Staatschefs Sihanouk meine Heimat wieder besuchen. Vorher traf ich mich mit Kabinettschef S.E. Troung Mealy. Er hat meinen Vater gut gekannt und mir geraten, eine Schule mit dem Namen meines Vaters zu bauen, da mein Vater ein anerkannter kambodschanischer Lehrer war. Außerdem ist es in Kambodscha die Pflicht eines Sohnes, seinen Eltern zu danken, indem er, wenn möglich, eine Schule oder ein anderes öffentliches Gebäude errichtet, das nach seinen verstorbenen Eltern benannt ist.

Als ich meine Heimatprovinz Siem Reap besuchte, habe ich das Haus meiner Eltern wiedergefunden, aber ich hätte es nur zurückbekommen können, wenn ich in die kommunistische Partei eingetreten wäre. Das wollte ich nicht.

Nach Augenzeugenberichten haben die Roten Khmer meine Eltern umbebracht, weil mein Vater einen Herzschrittmacher trug. Sie hielten ihn deswegen für einen Spion der CIA.

Ich habe 1992 gesehen, wie sehr mein Volk litt und wie unbeständig materieller Besitz ist. Deswegen kam mir die Idee, ein Haus zu bauen, das allen Kambodschanern gehört und in Zukunft überdauern wird. So war die Idee einer Schule, die im Sinne meines Vaters gebaut wurde, um den Waisenkindern und den Kindern der armen Bevölkerung eine Zukunft zu geben, entstanden. Das war die Geburtsstunde der Schule „Friedenshaus“.

Damals habe ich in der Pagode, in der meine Vorfahren begraben liegen, einen Vortrag gehalten über die drei großen Krankheiten unserer Gesellschaft: Gier, Hass und Verblendung. Alle 30 Teilnehmer waren mit der Gründung eines Vereins „Friedenshaus“ einverstanden, um die drei großen Probleme – Armut, Krankheit und Krieg – in der kleinen Provinz Siem Reap/Angkor in Kambodscha zu lösen.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich Staatschef Sihanouk gebeten, mir ein Grundstück zu geben, damit wir die Schule für die Waisenkinder bauen können. Gegen Mitte 1993 hat er mir als Vorsitztenden der Deutsch-Kambodschanischen Gesellschaft e.V. dieses Grundstück zur Verfügung gestellt. Doch erst am 18.09.1996 hat mir die kambodschanische Koaliltionsregierung mitgeteilt, daß sie den Vorschlag des Königs akzeptiert hat!

Die Mitgliederversammlung der DKG hat mir ihre Zustimmung gegeben, damit das Geld, das für die DKG gespendet wurde, für den Bau dieser Schule verwendet werden konnte. Die größte Einzelspende kam damals von dem buddhistischen Orden Arya Maitreya Mandala.