Ziele

1. Antwort und Lösung des Problems „Warum sind die Kambodschaner arm?“

Nach meiner Erkenntnis sind die Kambodschaner und viele andere Völker der Dritten Welt arm geblieben, weil sie nicht gelernt haben zu dienen! Vor der französischen Besatzung brachten die buddhistischen Mönche in der Schule auf dem Gelände der Pagode den Schülern folgenden Satz bei: „Möge ich dienen, um vollkommen zu sein, möge ich vollkommen sein, um zu dienen.“

Während der französischen Besatzung gab es nur die staatliche Schule nach westlichem Vorbild. Hier wird gelehrt, wie man Geld ausgibt, aber nicht mehr, wie man dient. Ein asiatischer Weiser hat gesagt: „Wenn man einem Mann einen Fisch schenkt, kann er sich einen Tag lang ernähren. Aber wenn man ihm beibringt zu angeln, kann er sich sein Leben lang ernähren!“

Unser Friedenshaus will nicht nur, daß der Mann überlebt, sondern wir ihm auch zeigen, aus dem Fisch ein schmackhaftes Gericht herzustellen, das er verkaufen und damit die ganze Familie ernähren kann.

In unserer Schule lernen die Waisenkinder die Kunst, wie man Schattentheaterfiguren herstellt. Dadurch wird die Kambodschanische Kunst und Kultur unterrichtet und erhalten, die Traditionen bleiben lebendig, und die Kinder haben viel Freude daran. Mit dem Erlös der an Touristen verkauften Schattentheaterfiguren können Lehrer und Schüler unterstützt werden.

Das ist wahre „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Außerdem lehren wir die Kinder, wie rechter Lebenserwerb (Samma-achivo) funktioniert: Dies ist die erste Schule gegen Diebstahl und Korruption in Kambodscha.

 

2. Antwort und Lösung des Problems „Warum sind die Kambodschaner krank?“

In Kambodscha gibt es viele Krankheiten:

  • Durch kontaminiertes Wasser und Nahrungsmittel (z.B. Hepatitis, Typhus, Cholera, Ruhr u.a.)
  • durch Insekten wie Mücken oder Stechfliegen (z.B. Malaria)
  • durch schlechte hygienische Verhältnisse (z.B. Durchfall-, Wurm- oder Hauterkrankungen)
  • durch Mangel an entstprechender sozialer Erziehung (z.B. AIDS, Syphillis, Gonorrhoe etc.)
  • durch Armut

Hier will das Friedenshaus die traditionellen kambodschanischen Heiler ausbilden. Außerdem denken wir an die Ausbildung von Gesundheitserziehern, die in den kleinen Dörfern mit der Bevölkerung Kontakt haben. Mönche oder Jugendliche, die in den Pagoden gelebt und gelernt haben, eingen sich hierfür besonders gut, da sie bei den Menschen ein hohes Ansehen genießen. Wegen der hohen Kindersterblichkeit möchten wir auch Kinderpflegerinnen und Familienberaterinnen unterrichten.

Wir planen auch ein „mobiles Friedenshaus&“, das in verschieden Provinzen und Dörfern während der heiligen buddhistischen Feiertage den Gläubigen Videofilme über Gesundheitsrisiken zeigt.

Zur Lösung des Malariaproblems will das Friedenshaus den Anbau von Heilpflanzen propagieren und fördern, aus denen Medikamente gegen Malaria hergestellt werden können. Jährlich sterben in der Welt über 25 Millionen Menschen an Malaria!

Zur Vorbeugung von AIDS sollen nicht nur die Gesundheitserzieher aktiv sein, sondern auch die buddhistischen Mönche sollen sich mehr in dieser Problematik engagieren. Kambodschaner und Kambodschanerinnen, die an Buddha glauben, sollen nicht nur zu Buddha beten, sondern sie sollen auch die Buddhalehre (Panchasila) praktizieren!

 

3. Antwort und Lösung des Problems „Warum gab es so lange Kriege in Kambodscha?“

Seit 1597, nach der Zerstörung der Stadt Lovek durch die Thai-Armee, litt das Khmer-Volk unter langen Bruderkriegen. Warum streiten sich die kambodschanischen Intellektuellen?

Bei dem letzten Krieg, der über 20 Jahre gedauert hat, bin ich der Meinung, daß die meisten kambodschanischen Intellektuellen und Politiker durch ihre Ausbildung im Ausland (USA, Westeuropa, Osteuropa und anderen kommunistischen Ländern) an folgenden großen Krankheiten leiden

  • Gier
  • Hass
  • Neid
  • Verblendung

Ausländische Mächte bezahlen kambodschanische Politiker, damit diese gegen ihr eigenes Volk Krieg führen. In Kambodscha gibt es nur wenige Vorbilder. Unsere Intellektuellen müssen die Buddhalehre (Panchasila) praktizieren. Außerdem sollte es eine Schule geben, die ihnen die vier Brahmaviharas (Metta, Karuna, Mudita und Upekkha) beibringt.

Kambodscha braucht nicht nur Buddhas, sondern auch dringend Boddhisattwas! Dafür hat König Jayavarman VII den weltberühmten Tempel Bayon in Angkor Thom gebaut, um allen späteren Khmer-Führen zu zeigen, daß der einzige Weg, um unser Volk zu retten, Frieden, liebende Güte und Mitgefühl untereinander ist.